Camping – Test 1

Frühjahr 2019 – Bereits seit geraumer Zeit spielten wir mit dem Gedanken, unser „Reiseverhalten“ auf ein neues Level zu bringen. Getreu unserem Motto für unsere Urlaube „Der Weg ist das Ziel“ wollten wir uns flexibler in unseren Urlauben bewegen. Weshalb das Thema „Camper“ unser Interesse geweckt hat. Über unseren ersten Einstieg berichten wir in diesem Blogbeitrag.

Ich würde uns keinesfalls als „Camper“ bezeichnen, denn uns war von Anfang an klar, dass wir kein Wohnmobil mit WC und Dusche haben möchten. Vielmehr wollten wir die Möglichkeit besitzen, an schönen Orten einfach stehen zu bleiben und zu übernachten und gleichzeitig flexibel wie in einem gewöhnlichen PKW zu reisen. Somit war uns schnell bewusst, dass wir uns im Segment der „VW California“ oder ähnlichen Modellen bewegen.

Über die Osterfeiertage Anfang April hatten wir die Möglichkeit uns einen Marco Polo von Mercedes auszuleihen. Das sollten also unsere ersten „Erfahrungen“ als „Softcamper“ werden. 

Der Marco Polo war unter anderem ausgestattet mit einer Küchenzeile, Kühlschrank, und vielen Staufächern, was in unseren Augen ausreichend ist. Geschlafen wird im Aufstelldach oder direkt im „Fahrgastraum“.
Wir freuten uns sehr, dass wir vom Händler unseres Vertrauens am Gründonnerstag „unseren“ Marco Polo abholen konnten, um ihn über das Osterwochenende zu testen.

Hier unser erster „Erfahrungsbericht“ mit einigen Fotos dieses wirklich tollen Wochenendes!

Start am Karfreitag

Wie ihr euch eventuell vorstellen könnt ist es kein so guter Gedanke, am Karfreitag auf die Garmischer Autobahn Richtung Berge zu starten. Wie zu erwarten standen wir auch am Ende der Autobahn in einem langen Stau. Der uns dieses Mal aber gar nicht so stresste. Denn ich konnte immer wieder aufstehen, habe was aus dem Kühlschrank oder aus einem der seitlichen Staufächer geholt. Und so kamen wir doch gut weiter.

Kurzentschlossen fuhren wir auch nicht zum Eibsee sondern zum ersten Mal in Farchant raus und zu den Kuhfluchtwasserfällen.

Hier kommen ein paar Fotos von diesem Ausflug:

Nach dieser wundervollen Wanderung hieß es nun aber auch an diesem Osterwochenende einen Platz zum Schlafen zu finden, denn wir wollten ja alles spontan machen. Die „Softcamper“ halt!
Unsere Suche führte uns schließlich an den Tennsee, wo wir am ersten Tag noch vor den Toren schlafen mussten, aber am zweiten Tag einen tollen Stellplatz im „inneren Kreis“ der „Camper-Fraktion“ ergattern konnten.

Samstag – Eibsee bei herrlichem Wetter

Nach einer (zumindest für Andrea) sehr kalten Nacht im Aufstelldach des Campers (blöd, wenn man einen uralten Schlafsack hat…) ging es nach einem gemütlichen Frühstück los in Richtung Eibsee. Bei strahlend blauem Himmel machten wir uns auf den Weg rund um den See – und dabei entstanden einige tolle Aufnahmen. Was mich besonders faszinierte, war eine Blindschleiche, die ich recht lange beobachten und fotografieren konnte. Aber auch einige andere Reptilien hatte ich vor der Linse.
Hier eine kleine Fotoauswahl dieses Tages:

Sonntag – ein kleiner Wanderausflug

Ostersonntag – und wir hatten grandioses Wetter! Das nutzten wir, um auf unserem Heimweg noch eine kleine Wanderung am Kochelsee zu machen. Da am Jochberg schon alle Parkplätze belegt waren fuhren wir ein Stück weiter und parkten etwas abseits, um zu sehen, wo uns die Wege hinführen. Der von uns gewählte Weg führte über einen sehr einsamen, steilen und engen Wanderweg hoch zum Graseck-„Gipfel“, der einiges unterhalb vom Jochberg liegt. Die Aussicht auf den Kochelsee ist hier allerdings ebenso grandios!
Hier haben wir ein paar Fotos von diesem kleinen Ausflug für euch:

Unser Fazit

Ich war in jungen Jahren immer mal wieder beim Campen, für Markus war es die erste Erfahrung in dieser Art des Reisens. 
Wir sind auf dem Campingplatz am Tennsee sehr gut klar gekommen, der Platzwart hat uns auch mit einem Stromkabel ausgeholfen, dass wir „Softcamper“ nicht mit an Bord hatten. 
Die Kosten für diese Reiseart sind wirklich wunderbar niedrig. Stellplatzgebühr und ein bisschen Strom, da kommt kaum was zusammen im Vergleich zu Übernachtungen in einem Hotel, gerade über Feiertage.
Wir waren also ziemlich begeistert von diesen Tagen und planten im Geiste schon die nächste Tour – die dann mit einem VW California stattfinden sollte, dem „Platzhirsch“ der Reisebusse.
Darüber berichte ich im nächsten Blog!

Ein bisschen was zu unserem Camper

Etwas komplett Neues für uns: einen „Camper-Bus“ mit den richtigen Utensilien zu beladen, die man brauchen könnte, wenn man spontan am Osterwochenende zum Campen fahren will. Aber wir konnten alles gut verstauen. Am zweiten Tag am Tennsee konnten wir nun auch erleben, wie „eingefleischte“ Camper unterwegs sind. Ein Vergleich David gegen Goliath ist da gar nicht so abwegig.

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