Anfang März war es soweit und wir konnten stolz unser neues „Familienmitglied“ übernehmen:

Den VW California Ocean Campervan, den wir auf den Namen „Roadee“ getauft haben. 
Und wir wollten gleich einige Touren machen – doch dann kam alles anders…

Entspanntes Van-Cruisen

Kurz nachdem wir am 3. März unseren Bus übernommen hatten kam das Thema „Corona“ immer näher an uns ran. Am 9. März fuhren wir nur kurz zum Ammersee, um wenigstens einmal an unserem Lieblingssee zu stehen, bevor dies nicht mehr erlaubt wäre. Schon da vermieden wir jeden Kontakt zu anderen Leuten. Da wir aber recht spät abends unterwegs waren, war dies auch kein Problem, es war eh kaum jemand unterwegs.

Unser Roadee am Ammersee

Zum Wasserfall in der Jachenau

Mitte März wurde es immer wahrscheinlicher, dass auch bei uns in Deutschland eine Ausgangsbeschränkung kommen könnte und wir wollten doch noch einmal in unserem Urlaub unterwegs sein mit dem neuen Bus.
So kamen wir auf die Idee, zum schönen Glasbach-Wasserfall in der Jachenau zu fahren, den ich vor einigen Jahren durch einen Modelworkshop kennen gelernt hatte. Und schon konnte es bei tollem Wetter losgehen.

Im Dorf Jachenau angekommen gab es leider auf dem Wanderparkplatz schon keinen einzigen Parkplatz mehr. Zum Glück fanden wir an der Hauptstraße noch eine Lücke, packten unsere Rucksäcke und starteten in Richtung Wanderweg. Nur um kurz darauf festzustellen, dass dieser wegen der Sturmschäden gesperrt war… Also wieder zurück zur Hauptstraße, denn ich wusste noch, dass es ein Stück weiter einen Forstweg zum Wasserfall gab. Dieser führt einen etwas oberhalb der „Großen Laine“ stellenweise an Wiesen, aber auch durch den Wald. Es geht vorbei an der Bergl-Alm, die leider geschlossen hatte.

An einigen Stellen gab es noch Schnee und auch bei der Abzweigung an der netten kleinen Lainlalm (natürlich auch geschlossen) mussten wir über ein größeres Schneefeld, das stellenweise eisig und glatt war. Hier fließt der kleine Glasbach zu unserer rechten Seite, der dem Wasserfall auch seinen Namen gibt.

Kurz darauf geht es ein Stück nach oben und dann hat man einen tollen ersten Blick auf den schönen Wasserfall. Ein paar Meter weiter geht es wieder ein paar Stufen nach unten und schon steht man vor dem Naturschauspiel.

Ein paar Leute waren auch hier, immer mit genügend Abstand, darauf hatten wir auch die ganze Wanderung über geachtet. Wir blieben einige Zeit hier, denn wir wollten ein paar Langzeitbelichtungen machen. Und ich hatte wieder meinen kleinen Lensball dabei, der auch in Szene gesetzt wurde.

Später machten wir uns noch auf den Weg weiter nach oben. Der Pfad geht kurz über den kleinen Bachlauf, dann in Serpentinen sehr naturbelassen nach oben. Wirklich wunderschön ist es hier und wenn Zeit gewesen wäre, hätten wir noch weiter hoch geschaut. So machten wir uns aber bald auf den Rückweg.

Nachdem wir bei der kleinen Hütten das „Schneefeld“ wieder unbeschadet überquert und auf dem Forstweg waren, fanden wir wenig später den Zugang zum schönen, schmalen Wanderweg durch den Wald. Hier war kein Mensch unterwegs und so genossen wir die Stille. 
Kurz nach Verlassen des Waldstückes würde es eigentlich einen kleinen Wanderweg nach links wieder ins Tal gehen – aber auch hier oben war gesperrt und es wurde auf die Gefahren hingewiesen. Also ging es für uns weiter gerade aus, an weiteren Wegweisern vorbei runter nach Jachenau. Und dann kamen wir wieder am Wanderparkplatz an, so schloss sich der Kreis und wir kennen nun noch einen Weg, um zum Wasserfall zu kommen. 

Nach Hause über den Walchensee

Auch der Walchensee gehört zu den Ecken, die wir gerne besuchen. Und auf unserem Heimweg machten wir kurz am östlichen Eck Halt. Schön mit Abstand zu den anderen Fahrzeugen und Personen, die hier zu Fuß und mit den Rädern unterwegs waren.
So hatten wir den See aber noch nie gesehen – der sandige Boden sah aus wie ein Strand, an dem jemand sogar eine kleine Sandburg gebaut hatte. Und wir stellten uns an eine „Abbruchkante“ in die Tiefe. Es ist unglaublich, wieviel Wasser hier fehlt, was sicher im Sommer einige Probleme geben wird.

Zum Essen kehrten wir in die nette Wirtschaft in Schlehdorf am Kochelsee ein, dort konnte man noch mit großem Abstand zu anderen Gästen sitzen. Und mit Händewaschen vor und nach dem Essen hatten wir da nicht ganz so viel Bedenken. 
Das sollte dann für lange Zeit aber auch unser letzter Restaurantbesuch sein…

Unser Fazit

Obwohl der schöne Wanderweg vom Dorf Jachenau durch den Wald wegen der Sturmschäden gesperrt war ist es ganz o.k., wenn man über die Forstwege zum Wasserfall geht. Ab der Lainlalm geht es erst querfeldein und später sollte man schon gutes Schuhwerk haben. Der Weg geht etwas bergauf und ist enger und felsig.
Im Umkreis gibt es noch einige Wanderwege, die wir hoffentlich irgendwann auch noch „erwandern“ können.

Bitte beachten!

Die Mautstraße kostet im Moment 5 € - und man kann damit auch die Straße von Wallgau nach Vorderriss am gleichen Tag fahren. Bitte an der Isar dran denken - bis um 22 Uhr muss man weg sein, Übernachten ist verboten! Das steht aber auch auf jeder Zufahrt als Info. Und dass man seinen Müll wieder mit nach Hause nimmt, weil es in der Natur keine Mülleimer gibt, sollte selbstverständlich sein. Habt wie wir einfach immer einen Müllbeutel im Auto - und sammelt bitte auch mal Müll von anderen Menschen ein, die keine gute Kinderstube hatten - die Natur dankt es euch!

Mehr von uns auf diesen Seiten:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Nach oben