August 2020 – das Reisen ist trotz Corona wieder zum Teil möglich. Wir „wagen“ uns zu unserem Hochzeitstag an den Gardasee, dann geht es noch weiter in die Berge. Wir überqueren einige Pässe und haben eine schöne Zeit. Darüber möchten wir euch in diesem Bericht erzählen – viel Spaß!

Tag 1, 6. August:
Richtung Gardasee

Es ist soweit – seit Anfang März haben wir unseren Roadee – und erst heute können wir unsere erste Tour mit ihm starten und sind endlich einmal ein paar Tage unterwegs.

Los geht es Richtung Italien über Garmisch, Innsbruck und den Brenner. Für uns geht der Urlaub immer los, wenn wir den ersten Blick auf den Gardasee „erhaschen“ können – und den besten Ausblick hat man bei einem kleinen Parkplatz oberhalb von Torbole. Wir checken in unserem schönen, kleinen Hotel ein und fahren noch runter zum See, um in der Altstadt von Malcesine lecker Pizza zu essen und die Sonne zu genießen. 
Zur Abendstimmung fahren wir noch eine kleine Straße oberhalb der Stadt entlang, freuen uns über die Ruhe und genießen die letzten Sonnenstrahlen.

Tag 2, 7. August:
Hoch zum Monte Baldo

Heute ist unser 11. Hochzeitstag – und wir hatten uns entschlossen, gemütlich mit der Bahn auf den Monte Baldo hochzufahren. Ein ziemlich heißer Tag, wir parken in der Nähe der Talstation der Bergbahn. Wir müssen einige Zeit anstehen – wegen Corona können nicht so viele Personen transportiert werden. Alle warten mit Schutzmasken und etwas Abstand, beim Zugang wird die Temperatur gemessen. Wir dürfen durch und sind nach einiger Zeit oben am Berg mit der grandiosen Aussicht auf den Gardasee.

Zuerst wandern wir Richtung Norden, wo wir einen tollen Blick auf die obere Spitze vom See haben. Dann geht es wieder zurück Richtung Monte Baldo. Eigentlich wollten wir dorthin wandern, doch die Wolken werden immer dichter. Das sieht spektakulär aus, dadurch ist dort aber kein Ausblick und so sparen wir uns diesen Abstecher.
Ein Stück geht es jedoch noch in diese Richtung mit Blick ins Tal östlich der Bergkette. 
Auf dem Rückweg zur Gondel sehe ich eine kleine Bewegung – und tatsächlich! Was haben wir doch für ein Glück, da sind Murmeltiere! Zwar schon ein ziemliches Stück weg, aber mit unserem Tele können wir die niedlichen Gesellen gut beobachten.
Nach einer kleinen Kaffeepause an der Bergstation fahren wir runter ins Tal, schließlich wollen wir abends noch schön Essen gehen.

Unten angekommen geht es nochmal kurz zum frisch machen ins Hotel, bevor wir in einem schönen Restaurant am See lecker Fisch essen und den Abend bei einem schönen Wolkenhimmel ausklingen lassen.

Tag 3, 8. August:
Im Hinterland vom Gardasee

Der heutige Tag war dem „Hinterland“ östlich vom Gardasee gewidmet. Zuerst geht es zum Ledrosee, an dem wir etwas spazieren gehen. Aber hier sind uns zu viele Leute und so geht es weiter. Ich sitze mit meinem Handy und der Landkarte auf dem Beifahrersitz und finde für uns ein paar spannende Ecken, die man sonst vielleicht nicht zu Gesicht bekommt. Ein kleiner Wasserfall, ein Naturschutzgebiet mit einem schönen Weiher. Wir fahren eine Sackgasse hinunter und kommen zu einer schönen Hängebrücke, ein Stück weiter ist eine riesige Metallplattform, von der aus man einen tollen Blick auf den tosenden Bach hat.

Tag 4, 9. August:
Ab in Richtung Berge

Heute geht es weg vom Gardasee in Richtung Berge. Zuerst fahren wir ein Stück am Seeufer entlang, bevor es bei Riva del Garda in Richtung Westen. Unser erster Stopp ist die Felsenkirche „Corona“. Sie liegt perfekt in der Sonne – es ist aber auch sehr heiß und der Weg erst weit nach unten und dann wieder hoch zu Auto wirklich anstrengend. Außerdem sind viel zu viele Menschen unterwegs. Und das ist gerade in Zeiten von Corona nicht wirklich schön…
So geht es bald weiter, ich leite uns über sehr schmale Passstraßen westlich vom Monte Baldo entlang. Wir kommen an Koppeln mit süßen Eseln vorbei, die wir unbedingt streicheln müssen.
Irgendwo müssen wir heute aber auch übernachten. Im August ist das nicht so einfach, wir haben aber totales Glück und bekommen am Lago Caldonazzo noch einen der letzten Stellplätze. Und so wird diese Nacht endlich mal die erste, wo wir in unserem eigenen Camper übernachten!



Tag 5, 10. August:
„Drei-Pässe-Tour“

Nach einem gemütlichen Frühstück auf dem Campingplatz geht es bei herrlichstem Sommerwetter wieder weiter. Wir wollen in Richtung Dolomiten und ich habe mir auf der Karte schon eine kleine Tour ausgesucht. Und diese sollte für unseren „Roadee“ ganz schön anstrengend werden.
Unseren ersten Halt machten wir am Stausee „Stramentizzo“. In diesem ist ein Dorf verschwunden, über das auf Infotafeln berichtet wird. Wir hatten hauptsächlich wegen der spannenden Brücke angehalten. Weiter ging es mit dem ersten Pass des Tages, dem Lavaze-Pass auf 1.808 m Höhe. Dort gingen wir ein paar Meter um den netten kleinen See spazieren.
Den nächsten Stopp legen wir am Karer-See ein – und diese Idee haben unglaublich viele andere Menschen, wir bekommen gerade noch so einen Parkplatz. Auf der Plattform, von der aus man über den See zu den tollen Bergen schauen kann, ist es ziemlich voll. Ganz klar – dies ist eine Stelle in der Natur, wo man wieder freiwillig permanent mit der Maske herumläuft. Wir machen trotz der Menschenmassen schöne Aufnahmen dieses wunderbaren Flecks Natur, bevor es weiter über den namensgleichen Karerpass auf über 1.752 Meter geht. 
Die Bergwelt wird immer faszinierender. Leider kennen wir uns mit den Gipfeln nicht aus, aber zum Genießen der Natur ist das für uns nicht so wichtig. 
Wir halten an einem tollen Bergmassiv mit einem Gebirgsbach, dann geht es hoch zum Sella-Joch – und das ist immerhin auf 2.240 Metern! Hier ist es auch etwas kühler, wir bekommen gerade noch so einen Parkplatz. Und man muss hier einfach anhalten – denn die Aussicht ist einfach atemberaubend!
Es ist dann schon kurz vor 17 Uhr, als wir ins Tal fahren. Leider gibt es hier weit und breit keine Campingplätze – und den bräuchten wir eigentlich schon… Wir kommen durch ein Dorf, wo wir einen kostenfreien Stellplatz finden (der Vorteil, dass wir quasi ein „Auto“ haben und kein Wohnmobil), ein paar Meter weiter ein kleines „Häuschen“ mit je einer Toilette für Weiblein und Männlein. Klein, aber wenigstens sauber. 
Wir gehen noch in einem sehr schönen Restaurant essen und sind dort zu Beginn die einzigen Gäste. Draußen werden die Wolken immer mehr, so entscheiden wir, doch lieber das Dach zu schließen und unten zu schlafen – eine sehr gute Idee, wie sich kurz darauf zeigt, denn es fängt ziemlich zu regnen an und die Blitze zucken über den Himmel.
Alles in allem war es ein toller Tag und es gibt zahlreiche Bilder!

Tag 6, 11. August:
Richtung Heimat über die Wolfsklamm

Wir verlassen den Parkplatz mitten in der Bergwelt recht früh, fahren über kleine Bergstraßen Richtung Autobahn und kaufen uns in einem Supermarkt in Klausen unser Frühstück. Dann geht es den Berg hoch und mit einem tollen Ausblick ins Tal genießen wir unser Frühstück. Bald geht es dann weiter nach Innsbruck, wir wollen uns die Autobahn sparen und auch noch einen Stopp bei der Wolfsklamm einlegen. Diese ist wirklich sehr schön und sehenswert, auch wenn sie recht kurz ist. Wegen Corona gab es zum Zeitpunkt unseres Besuchs auch hier die „Einschränkung“, dass man nur hoch gehen darf und nicht zurück. Und der Rückweg dauert dann doch länger als gedacht, zum Glück finden wir einen ganz schmalen Weg quer durch den Wald, wo auch kaum jemand unterwegs ist.
Das war der letzte Stopp für den Tag, weiter geht es am Achensee vorbei in Richtung Heimat.

Unser Fazit:

Endlich konnten wir unseren Roadee mal „einweihen“!
Wobei ich ehrlich sagen muss, das ich die paar Tage um unseren Hochzeitstag lieber im Hotel verbringen wollte. Diese kleine Unterkunft lag etwas oberhalb vom See, der Inhaber ist sehr nett gewesen und spricht auch Deutsch.

Leider bekamen wir auf dem Campingplatz nur einen Stellplatz für eine Nacht und mussten dann weiter fahren. Ab dem Zeitpunkt kamen keine Campingplätze mehr, (voll, keine für uns schöne Lage), es wurde immer später, als wir am Fuss der Sella-Gruppe zu Abend aßen. Da wir nicht ins Hotel wollten blieb uns nichts anderes übrig, als auf dem großen offiziellen „WOMO-Übernachtung“-Parkplatz stehen zu bleiben. Immerhin mit einem sehr kleinen „Häuschen“ mit getrennten Toilette, die sauber war. Unser Dach machten wir allerdings recht bald wieder zu, denn es kam dann doch noch ein Gewitter und schüttete. Wir wollten nicht testen, wie dicht unser Aufstelldach ist. In diesem Moment wäre ich doch lieber in einem gemütlichen Hotelzimmer. Aber es war eine spannende Erfahrung.
Bis wir das nächste Mal wieder in unserem Bus schlafen würden verging noch einmal über ein Monat. 
Darüber mehr im nächsten Reisebericht!

Jetzt wünschen wir euch und euren Lieben erst einmal ein schönes, ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2021 – hoffen wir mal, dass da alles wieder besser wird, wir uns einfacher treffen und auch wieder reisen können!

Unsere Unterkünfte:

Wir möchten euch hier einen kleinen Einblick in unsere Unterkünfte geben.
Zum einen in das schöne Hotel Garni Orchidea, zum anderen ein paar Bilder vom Campingplatz „Fleiola“ am Caldonazzo-See. Dieser ist relativ klein, liegt sehr schön am See – und man sollte auf jeden Fall reservieren, wenn man sicher einen Platz bekommen möchte!

Ein paar Bilder vom Campingplatz:

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2 Kommentare

  • Wieder ein sehr schoener Blog mit grossartigen Bildern. Echt spannend zu sehen, wo Ihr gewesen seid!

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    • Liebe Bee!
      Vielen lieben Dank für deine Rückmeldung! Freut mich sehr, wenn dir die Bilder so gut gefallen!

      Antworten

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