Fuerteventura-Reise

Frühling in der Sonne – das ist unser Plan und so fliegen wir dieses Jahr in den „Frühlingsurlaub“ nach Fuerteventura. Wir sind für eine Woche auf der Kanareninsel, auf der wir 2009 unsere Flitterwochen verbracht hatten. Was wir alles erlebt und unternommen haben? Das erfahrt ihr in diesem Blog!

Donnerstag, der 19. März:
Der Sonne entgegen
Nach zwei Jahren „Flugpause“ geht es endlich wieder los! Wir stehen ganz gemütlich auf, werden mit „Roadee“ zum Flughafen gebracht. Dort läuft alles reibungslos, wir sind schnell eingecheckt und durch die Sicherheitskontrolle. „Knipsi“ ist zum ersten Mal auf einer Flugreise mit dabei, sie wird immer wieder abgelichtet. Der Flug selbst ist ruhig, wir sehen kurz den Starnberger See und später den Bodensee, bevor die Wolken alles verschlucken. Wir gönnen uns Muffins und Kaffee, die Zeit vergeht recht schnell. Auf Fuerteventura haben wir eine Stunde Zeitverschiebung, die Reisetaschen sind zum Glück sehr schnell da und wir stellen uns in die Schlange am Mietwagenschalter.
Es geht Richtung Süden zu unserem Hotel, auf der Fahrt gibt es einen kurzen Regenschauer. Wir finden den etwas holprigen Weg zum Hotel, geparkt wird an der Straße – zum Glück sind wir am Ende einer Sackgasse. Wir checken ein, es gibt Sekt zur Begrüßung, ein tolles, großes Zimmer mit Meerblick und ein entspanntes Abendessen im Wintergarten des Restaurants – danach fallen wir einfach nur noch ins Bett.

Freitag, der 20. März:
Im Süden der Insel
Der Tag startet mit strahlend blauem Himmel, einem entspannten Frühstück und dem ersten Weg hinunter zum Strand, wo uns gleich mehrere zutrauliche Atlashörnchen begegnen.
Weil unklar ist, wann der angekündigte Sturm kommt, fahren wir recht bald los Richtung Punta de Jandía zum Leuchtturm. Dort gehen wir eine Runde spazieren und halten die beeindruckenden Wellen in vielen Bildern fest.
Dann geht es ein Stück zurück bis zu dem Abzweig zu unserem zweiten Ziel – den Strand von Cofete.

An der höchsten Stelle vom Pass gibt es den ersten tollen Blick runter zum Strand. Die Strecke ist holprig und es gibt einige größere Pfützen, wir kommen aber gut unten am Parkplatz beim Strand an. Dort ist der Wind sehr stark, der Sand peitscht quer über den Strand, was an den Waden ziemlich schmerzhaft ist… 
Und da ich natürlich mit den Füßen ins Meer muss erwischt mich eine Welle, ich werde prompt bis zu den Knien nass.
Wir machen noch ein paar Fotos vom verlassenen Friedhof, dann geht es wieder zurück.
Im Supermarkt in der Nähe von unserem Hotel kaufen wir Proviant für ein Picknick auf dem Balkon, sitzen später gemütlich draußen, und hören dem Meeresrauschen zu. Die Akkus werden geladen, dann fallen wir müde ins Bett, gespannt auf den nächsten Tag.

Samstag, der 21. März:
Ein besonderer Felsen und ein ausgetrockneter Stausee
Der Tag beginnt mit sehr wechselhaftem Wetter und einem entspannten Frühstück. Danach mache ich einen kurzen Rundgang durch die Anlage, bei dem ich mir Spa, Pool und die kleinen Kunstwerke in den Fluren ansehe. Draußen wechseln Sonne und Regen im Minutentakt, wir wissen lange nicht, was wir überhaupt machen wollen.
Am frühen Nachmittag starten wir doch Richtung Westküste. Wir kämpfen uns durch heftigen Wind zu einem Aussichtspunkt an dem wir vorbei kommen, bald geht es weiter zum eigentlichen Ziel.
Wir parken und wandern zuerst einen nur schlecht markierten Weg durch viele Felsen zu einem ganz besonderen steinernen Bogen. Und obwohl sich dort gerade zwei „Influencer-Mädels“ ewig lange in Szene setzen, können wir ein paar schöne Fotos machen.
Der Weg geht ein kurzes Stück zurück und dann in eine kleine, wunderschöne Schlucht. Vorbei an einer strahlend weißen Kapelle bis zum ausgetrockneten Stausee. 
Immer wieder werden wir von den  neugierigen Atlashörnchen begleitet.
Es ist schon recht spät, als wir uns auf den Rückweg machen. Im Hotel gibt es wieder ein gemütliches Picknick im Zimmer (draußen ist es einfach schon zu kalt) und ich schreibe noch am Reisetagebuch.

Sonntag, der 22. März:
Erinnerungen auffrischen und durchs Landesinnere mit tollen Ausblicken
Der Tag beginnt zum Glück wieder sonnig mit ein paar Wolken. Beim ausgiebigen Frühstück gönnen wir uns einen kleinen Sonntags-Sekt, bevor wir Richtung Norden starten.  Unser erstes spontanes Ziel ist das  Hotel, in dem wir 2009 unsere Hochzeitsreise verbracht haben, da werden Erinnerungen wach!
Danach geht es weiter zum nahegelegenen Leuchtturm, den wir damals abends bei schlechtem Wetter besucht hatten. Heute sind allerdings auch Wolken und starker Wind, aber der Rundumblick ist wunderbar. 
Dann geht es aber endlich ins Landesinnere. Wir halten kurz in Tiscamanita, Antigua und später am Mirador Morro Velosa und machen einiges an Fotos.
In Betancuria schlendern wir durch den Ort, machen nur ein paar Erinnerungsfotos und gönnen uns eine kurze Pause in einem  kleinen Restaurant.
Wir haben noch ein Stück bis zum Hotel vor uns, deshalb geht es bald weiter – bis zu einem großen Parkplatz mit tollem Ausblick und besonderen Felsformationen, die wir noch von damals kennen.  Markus erklimmt den höchsten Felsen und wir beobachten eine kleine Ziegenherde zwischen den Steinen.
Am Abend essen wir in Solana Matorral, vom Restaurant haben wir einen schönen Blick auf den Strand und den Leuchtturm von Morro Jable.
Wir fahren im Dunkeln zurück ins Hotel und sind gespannt, wie schlecht das Wetter am nächsten Tag wirklich wird – über den Kanaren hängt ein ziemliches Unwettergebiet…

Montag, der 23. März:
Hoch in den Norden der Insel
Der Tag beginnt mit wechselhaftem Wetter, einem gemütlichen Frühstück und einer kleinen Runde durch die Anlage, bevor wir uns trotz unsicherer Wetter-Prognose auf den Weg in den Norden zum „Popcorn-Strand“ machen.
Unterwegs ziehen dunkle Wolken auf, es fängt zu schütten an. Ganz im Norden angekommen geht wieder eine Piste los, die ziemlich matschig ist. Ein kurzer Stopp an einem Strandabschnitt, wo Surfschulen unterwegs sind und wir einige ziemlich große Krabben auf den Lavafelsen fotografieren. 
Bald sind wir am für heute geplanten Strand und staunen über die ungewöhnlichen Korallenstückchen, die wirklich wie Popcorn aussehen!
Da man natürlich nichts als Souvenir mitnehmen darf, machen wir sehr viele Fotos. Auch die dunklen Wolken über den Vulkanen im Landesinneren sind spannende Motive. Dann holt uns leider der Regen ein. Es gießt wie aus Eimern, die Pfützen auf der Pad sind riesig… Wir fahren weiter nach Corralejo, wo die Straßen teilweise unter Wasser stehen. Dann öffnet sich plötzlich der Himmel! So können wir wie geplant an der schönen, hellen Sanddüne halten. Wir genießen das klare Blau des Meeres, halten noch an einer anderen Stelle für Fotos. Anschließend geht es zurück, wir müssen tanken, kaufen ein und freuen uns über das inzwischen wieder gute Wetter.
Am Abend gehe ich noch in den leicht beheizten Pool, der im unteren Bereich der Hotelanlage ist. Wir machen ein gemütliches Picknick im Zimmer mit ein paar Schlucken aus der Rotweinflasche, ich schreibe Tagebuch, stelle ein paar Fotos in meinen WhatsApp-Status und dann geht das Licht aus.

Dienstag, der 24. März:
Strände im Osten erkunden
Der Tag beginnt früh mit einer schönen Morgendämmerung, bevor wir später gemütlich frühstücken und ich mich zu meiner Fußreflexzonenmassage im Spa aufmache, die richtig gut tut. Danach starten wir erst nach 13 Uhr und entscheiden uns wegen der dunklen Wolken gegen eine Wanderung und stattdessen für eine kleine Strandtour, bei der wir an Aussichtspunkten Halt machen und am Strand von Sotavento durchs Wasser laufen.
Sogar Markus läuft barfuß durch den Sand und die niedrigen Wasserbecken, die sich bei Ebbe hier bilden. Wir entdecken  kleine, angespülte Quallen und schreiben unseren Urlaubstitel in den Sand, bevor wir weiter zur Costa Calma fahren und dort ein Stück an der Küste entlanggehen.
Es geht zurück nach Morro Jable, dort wollen wir auch noch an den Strand. Ich fotografiere die zutraulichen Papageien, wir schlendern zum Strand und kaufen noch ein paar Souvenirs, bevor wir ins Hotel zurückkehren.
Am Abend genießen wir im Hotel das besondere Buffet mit viel Fisch und einem Glas Wein, ich schreibe noch Tagebuch, während im Hintergrund der Fernseher läuft und wir langsam müde werden.

Mittwoch, der 25. März:
Regen und Sonne am letzten Urlaubstag
Der Tag beginnt früh mit ein paar Fotos der Morgendämmerung, bevor wir gemütlich frühstücken und anschließend zum Strand gehen, wo ich noch ein Erinnerungsfoto mit unserer Zimmerkarte mache. Gegen Mittag fahren wir trotz dichter werdender Wolken an die Westküste nach Ajuy, laufen im leichten Regen zum schwarzen Sandstrand und entscheiden uns wegen einer großen Pfütze gegen den ursprünglichen Aufstieg zur Sandsteinwelle.
Stattdessen folgen wir einem Weg durchs ausgetrocknete Flussbett hinauf aufs Plateau, wandern bei starkem Wind weiter bis zu einem beeindruckenden Felstor und genießen dort die Ruhe, die Felsenstrukturen und die vielen schönen Steine. Später besuchen wir noch die Piratenhöhle am Strand, ich mache Fotos von der Sandsteinwelle und langsam kommt die Sonne raus.
Dann fahren wir weiter nach La Pared. Dort finden wir einen großen Parkplatz bei einem Restaurant, machen einige Fotos am hellen Sandstrand. Dann geht es hoch auf den Felsvorsprung, wo wir die Wellen fotografieren. Zum Sonnenuntergang gibt es ein wunderbares Licht – das ist perfekt für einige Gegenlicht- und ICM-Aufnahmen. Zum Abschluss essen wir im kleinen Restaurant direkt beim Parkplatz, das leider nur noch kurz offen hat. Im Dunkeln fahren wir zurück zum Hotel – so geht unser letzter Urlaubstag mit dem einzigen, aber wunderbarem Sonnenuntergang der Woche zu Ende.

Donnerstag, der 26. März:
Zurück Richtung Heimat
Den Tag können wir noch gemütlich starten, genießen noch einmal das umfangreiche Frühstück. Dann wird gepackt, wir checken um 11 Uhr aus.
Es geht Richtung Flughafen, kurz vorher halten wir noch an den Salinen. Da da Museum zu hat schauen wir uns die leeren Wasserbecken vom Strand aus an. 
Wir geben unseren Mietwagen ab,  nach 14 Uhr sind wir schon eingecheckt. 
Die Wolken und der Sonnenuntergang beim Flug sind spannende Fotomotive, bald wird es aber dunkel.
Erst kurz nach 22 Uhr landen wir in München, mein Bruder holt uns vom Flughafen ab.

Unser Fazit:
Diese Kanareninsel ist genau wie Lanzarote ziemlich speziell. Es gibt kaum Bewuchs, normalerweise ist auch nicht viel grün. Trotzdem finden wir gerade diese Kargheit spannend. Es ergeben sich besondere Fotomotive – und wir haben einige Stellen durchaus von einem grünen bzw. roten „Flaum“ überzogen erlebt, da es während unserer Reise und auch davor immer wieder ziemlich geregnet hatte. 

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