Italien-Herbst 2026 – Part 1

Herbst in Italien! Nach 18 Jahren wollten wir endlich mal wieder in die Toskana in Urlaub fahren. Ich plante unsere Reise als „Rundreise“, die am Gardasee startete und uns über Umbrien in die Toskana führte. Hier der erste Teil unserer Reise – viel Spaß!
Dienstag, 22. September:
Es geht Richtung Gardasee
Kurz vor 10 starteten wir unseren Urlaub, denn eine lange Strecke lag vor uns. Über die Garmischer Autobahn ging es Richtung Süden, mit einem kurzen Halt am Schmalensee und einem „Boxenstopp“ in Mittenwald. Am Zirlerberg kauften wir wie immer die Vignette für den Brenner.
Dann wurde es spannend: Vor der Großbaustelle an der Luegbrücke hatten wir im Vorfeld etwas Respekt. Doch wir hatten großes Glück und kamen problemlos durch.
Es ging entspannt bis Rovereto, wo wir natürlich Richtung Gardasee abbogen. Ganz klassisch legten wir unseren ersten Stopp oberhalb von Torbole ein.
Mittwoch, 22. September:
Ausflug nach Mantua und zwei weitere Fotospots
Am Morgen überlegten wir, was wir an diesem Tag unternehmen wollten. Borghetto stand auf jeden Fall auf dem Plan, schließlich lag der Ort ganz in der Nähe. Von einem Fotofreund hatte ich allerdings noch einen Tipp für eine andere Stadt bekommen
So machten wir uns zunächst auf den knapp 40 Kilometer langen Weg nach Mantua.
Direkt an der Stadtmauer fanden wir einen Parkplatz, und obwohl es bereits Vormittag war, war kaum etwas los. Wenige Minuten später liefen wir durch die Altstadt und waren sofort begeistert.
Wunderschöne Gassen, prächtige Gebäude und imposante Kirchen prägen das historische Zentrum. An jeder Ecke gab es etwas zu entdecken, und die Stadt strahlte eine ganz besondere Atmosphäre aus. Mantua hat uns wirklich überrascht und sofort gefallen.
Doch für diesen Tag hatten wir noch weitere Ziele eingeplant. Deshalb verabschiedeten wir uns schon nach einem kurzen Rundgang wieder von der sehenswerten Altstadt und setzten unsere Tour fort.
Borghetto
Nach unserem Rundgang durch Mantua setzten wir die Tour fort und fuhren zurück in Richtung Gardasee. Da wir diesmal im südlichen Teil des Sees unterwegs waren, bot sich ein Zwischenstopp in Borghetto geradezu an.
Wann immer wir in dieser Gegend sind, besuchen wir das kleine Dorf am Mincio. Es ist kein Ort mit großen Sehenswürdigkeiten, doch genau das macht für uns seinen Reiz aus. Die historischen Häuser, das kleine Mühlrad versteckt zwischen zwei Gebäuden und die entspannte Atmosphäre sorgen dafür, dass wir immer wieder gerne hierher zurückkehren.
Natürlich führte mich mein Weg auch diesmal wieder in den kleinen, bezaubernden Souvenirladen, aus dem ich selten mit leeren Händen herauskomme – es gibt dort sehr lecker riechende Seifen. Anschließend schlenderten wir noch ein wenig durch die Gassen, genossen die spätsommerliche Stimmung und machten uns schon bald wieder auf den Weg zu unserem letzten Ziel für heute.
Sirmione
Unser letztes Ziel für diesen Tag war Sirmione. Zu unserer Überraschung bekamen wir sogar einen Parkplatz ganz in der Nähe des historischen Zentrums. So konnten wir direkt zu unserem Spaziergang durch die schönen Gassen und entlang des Uferwegs aufbrechen.
Der Weg führte uns bis zum Ende der Landzunge. Dort wurden wir mit einem Sonnenuntergang belohnt, der zu den schönsten Momenten des Tages gehörte. Der Himmel färbte sich immer wieder neu, das Licht spiegelte sich auf dem Wasser, und wir konnten uns kaum sattsehen. Natürlich entstanden dabei unzählige Fotos, denn die Stimmung war einfach magisch.
Als das Licht schließlich verblasste und die Dämmerung einsetzte, machte sich langsam der Hunger bemerkbar. Also gingen wir zurück in die Altstadt. Zwischen den vielen Besuchern war es gar nicht so einfach, noch einen freien Tisch zu ergattern, doch wir hatten Glück und bekamen einen Platz. Nach einem leckeren Abendessen machten wir uns schließlich zufrieden auf den Rückweg zu unserem B&B.
Donnerstag, 24. September:
Richtung Umbrien mit zwei Zwischenstopps
Endlich konnte unsere Weiterreise Richtung Umbrien beginnen. Nach dem Abschied von unseren netten Gastgebern machten wir uns auf den Weg gen Süden.
Da wir dabei der Adriaküste recht nahe kamen, bot sich ein kleiner Abstecher ans Meer an. Etwas nördlich von Rimini verließen wir die Autobahn und hielten an einer kleinen Straße neben dem Strand.
Auch wenn um diese Jahreszeit kaum noch Menschen unterwegs waren, wurde uns schnell wieder bewusst, dass diese Art von Urlaub so gar nicht unsere Welt ist. Kilometerlange Strände, Hotelanlagen dicht nebeneinander und Reihen von Liegestühlen können uns einfach nicht begeistern. Trotzdem musste ich natürlich kurz ins Wasser. Irgendwie gehört das für mich dazu, wenn wir schon einmal am Meer vorbeikommen. Markus blieb lieber am Strand und beobachtete das Ganze – und mit ihm unsere plüschigen Reisebegleiter Knipsi und Cewelchi.
Unser Halt dauerte nur wenige Minuten, bevor wir unsere Reise fortsetzten und wieder ins Landesinnere abbogen.
San Marino
Unser nächster Stopp war etwas ganz Besonderes: die Republik San Marino. Schließlich kommt es nicht allzu oft vor, dass man während einer Reise einfach mal ein weiteres Land besucht. Besonders erstaunlich ist dabei, wie klein dieser eigenständige Staat eigentlich ist und dass er vollständig von Italien umgeben wird.
Über eine kurvenreiche Straße ging es hinauf zur gleichnamigen Hauptstadt San Marino, die schon von weitem auf ihrem markanten Felsen zu erkennen ist. Dort parkten wir unser Auto in einer Tiefgarage und erkundeten die Altstadt zu Fuß.
Mit ihren steilen, schmalen Gassen, den historischen Gebäuden und den immer wieder beeindruckenden Ausblicken auf die umliegende Landschaft hat uns die Stadt sofort gefallen. Hoch über allem thront die gewaltige Festungsanlage, die das Stadtbild prägt und schon von Weitem sichtbar ist. Leider reichte unsere Zeit nicht aus, um sie genauer zu erkunden, denn unser Tagesziel lag noch rund zwei Stunden entfernt in Umbrien.
Trotz der vielen Besucher konnten wir die besondere Atmosphäre dieses kleinen Landes genießen. Gerne hätten wir noch länger hier verbracht, doch schließlich machten wir uns wieder auf den Weg und fuhren die letzte Etappe Richtung Umbrien.
Freitag, 25. September:
Eine tolle Wanderung und erste Gubbio-Momente
Der erste Morgen in Umbrien begrüßte uns mit herrlichem Wetter. Nach einem ausgiebigen Frühstück überlegten wir zunächst, was wir mit dem Tag anfangen wollten. Dank meines Hobbys Geocaching stieß ich auf eine kleine Schlucht, die nur etwa eine halbe Stunde von unserem Hotel entfernt lag.
Also fuhren wir ein Stück auf der Straße zurück, über die wir am Vorabend nach Gubbio gekommen waren, und erreichten schon bald die benachbarte Region Marken. Dort fanden wir schnell einen Parkplatz und konnten unsere Wanderung beginnen.
Der Weg führte immer entlang eines kleinen Baches, der mal tief unter uns durch die Schlucht floss und uns an anderer Stelle ganz nah begleitete. Menschen begegneten wir kaum, dafür konnten wir die Ruhe und die wilde Landschaft umso mehr genießen. Die Felsen, das klare Wasser und die abwechslungsreichen Ausblicke machten die Wanderung von Anfang an zu einem echten Erlebnis.
Für den Abend beschlossen wir, die wenigen Kilometer nach Gubbio zu fahren. Auf dem zentral gelegenen Parkplatz konnten wir für wenig Geld stehen bleiben und machten uns anschließend zu Fuß auf den Weg durch die Altstadt.
Und wir verliebten uns sofort in die Stadt! Die historischen Gebäude, die verwinkelten Gassen und die besondere Lage am Hang sorgten an jeder Ecke für neue Eindrücke. Zwar ging es immer wieder ordentlich bergauf, was wir durchaus zu spüren bekamen, doch die Mühe lohnte sich. Wir fanden viele neue Fotomotive, und schon bei diesem ersten Spaziergang entdeckten wir zahlreiche Stellen, die wir am nächsten Tag noch einmal bei Tageslicht besuchen wollten.
Zum Abendessen kehrten wir in ein kleines Restaurant in einem alten Gewölbe ein. In der gemütlichen Atmosphäre ließen wir den Tag ausklingen, bevor es zurück ins Hotel ging.
Samstag, 26. September:
Gubbio-Tag
Auch heute zeigte sich Umbrien von seiner schönsten Seite. Nachdem uns Gubbio bereits am Vorabend begeistert hatte, wollten wir die Stadt nun bei Tageslicht erkunden und uns außerdem die Aussichtspunkte oberhalb der Altstadt anschauen.
Wie schon am Abend zuvor parkten wir am Hauptplatz und machten uns anschließend zu Fuß auf den Weg durch die Altstadt. Dabei ging es ständig bergauf und wieder bergab, durch enge Gassen, über kleine Plätze und vorbei an den beeindruckenden Steinhäusern, die das Stadtbild prägen. Je länger wir unterwegs waren, desto besser gefiel uns die besondere Atmosphäre dieser mittelalterlichen Stadt.
Am Nachmittag stand dann noch ein besonderes Erlebnis auf dem Programm. Mit der Bergbahn fuhren wir hinauf zur Basilika Sant’Ubaldo. Die offenen „Käfige“, in denen man stehend den Berg hinauffährt, sehen zunächst etwas gewöhnungsbedürftig aus und sorgten bei mir für einen kleinen Anflug von Skepsis. Umso überraschter war ich, dass ich die Fahrt völlig entspannt genießen konnte und meine Höhenangst überhaupt keine Rolle spielte.
Oben angekommen schauten wir uns zunächst die Basilika an, bevor wir noch weiter zu zwei Aussichtspunkten wanderten. Einer davon befand sich an einem alten Wehrturm mit herrlichem Blick über Gubbio.
Anschließend ging es mit der Bergbahn wieder zurück in die Altstadt. Dort spazierten wir noch einige Zeit die Gassen ab, bevor es wieder zurück zum Hotel ging. Diesmal gab es ein Picknick im Garten unseres Hotels. Während die Temperaturen nach Sonnenuntergang schnell sanken, bekamen wir noch Besuch von einer freundlichen Katze, die sich neugierig zu uns gesellte und den Abend perfekt abrundete.
Unterkünfte am Gardasee und in Umbrien:
Ich möchte euch hier noch kurz die beiden ersten Unterkünfte unserer Reise verlinken.
Das Mincio Relais – ein nettes B&B in der Nähe von Peschiera. Gelegen in einem kleinen Dorf, sehr modern und schön eingerichtet und nette Gastgeber.
Auch wenn es von außen etwas „unfertig“ aussah – im Evo Hotel waren wir in einem modernen Zimmer untergebracht.
Die Lage war sehr gut, nur drei Kilometer vom Stadtzentrum von Gubbio entfernt.

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